Absage aus Mannheim -.- / Wohnungssuche in Tübingen 17. August 2007
Posted by Carolin Schmidt in Bücher, Freizeit, Musik, Studium.add a comment
Tja, nun ist es so weit. Am Mittwoch lag die Absage aus Mannheim im Briefkasten. Über das Nachrückverfahren reinzukommen, ist unwahrscheinlich, da ich auf Platz 48 bin und nur 20 Studienplätze angeboten werden. Langsam habe ich mich jedoch mit dem Gedanken abgefunden.
Umso schlimmer ist es nun, dass auch noch die Wohnungen in Tübingen so unglaublich teuer sind. Wer will schon rund 250 € für 11 m² zahlen? Am Dienstag war ich mit meinen Eltern drüben und habe mir eine Wohnung angesehen, die ich zur Zwischenmiete beziehen wollte. Leider erfuhr ich Tags drauf, dass der Vermieter meiner Vormieterin verbietet, das Zimmer an Dritte weiterzuvermieten. Jetzt steh ich wieder ohne Wohnung da und es gibt auch täglich im Internet weniger neue Angebote. Am Montag fahre ich wieder nach Tübingen, um mich umzusehen. Einen Termin habe ich schon ausgemacht, die anderen ergeben sich hoffentlich noch.
Die schönsten Wohnungen von allen haben natürlich wieder die Makler… Die 2,38 Monatsmieten Provision lassen grüßen. Der Termin mit der Maklerin wird aber hoffentlich noch rechtzeitig zustande kommen, denn von Donnerstag bis Sonntag bin ich eigentlich auf dem Minirock-Festival in Horb am Neckar (uiuiui, gar nicht weit weg von Tübingen).
Das Problem am Tübinger Wohnungsmarkt ist nicht etwa, dass es zu wenig Wohnungen gibt, sondern dass es so wenige von denjenigen gibt, in denen ich mir wirklich vorstellen kann, langfristig zu wohnen. Ich gebe zu, dass ich Ausschau nach einem recht geräumigen Zimmer halte, mit Balkon und Tiefgaragenstellplatz oder Parkplatz. Zwar kann ich mir auch vorstellen, für ein Semester in einer Wohnung zu wohnen, die nicht exakt meinen Vorstellungen entspricht, aber ich habe auch keine Lust, mitten im Stress des ersten Semesters nach einer neuen Wohnung zu suchen und umzuziehen. Aber groß sollte sie schon sein, in der Hinsicht bin ich verwöhnt.
Im StudiVZ habe ich glücklicherweise schon einige zukünftige Kommilitoninnen und Kommilitonen (wenn diese Exemplare auch rar sind) gefunden, unter anderem diejenige, die mir vor dem Interview die Fragen verraten hat, die mir gestellt werden sollten, und von der ich schon im Eintrag zu meinem Interview erzählt habe.
Bei 40 Leuten ist der Studiengang doch zum Glück recht überschaubar.
Wahrscheinlich werde ich wieder die ganze Nacht vor dem PC sitzen und Vermieter anschreiben, Termine ausmachen und Unklarheiten klären. Vielleicht finde ich ja endlich meine Traumwohnung.
Mit der Kastellanin von Iny Lorentz bin ich übrigens auch schon seit ein paar Tagen fertig und bin gerade dabei, den dritten Band der Trilogie – Das Vermächtnis der Wanderhure – zu lesen. Leider bin ich in letzter Zeit kaum zum Lesen gekommen, da mein Vater am Mittwoch seinen 60. Geburtstag hatte und heute die Betriebsfeier bei uns zu Hause stattfand. Vielleicht finde ich nächste Woche Zeit? Mal sehen: Große Geburtstagsfeier am Sonntag, Wohnungsbesichtigungen am Monat, Minirock-Festival von Donnerstag bis Sonntag… naja, vielleicht. Ein paar Seiten werde ich zwischendurch bestimmt lesen können, aber sicher nicht das ganze Buch. Das spare ich mir dann für’s Wochenende auf, und danach lese ich vielleicht mal etwas ganz Anderes. Vielleicht Biss zum Morgengrauen oder doch noch etwas Historisches. Wer weiß.
Mannheim lässt auf sich warten 9. August 2007
Posted by Carolin Schmidt in Bücher, Freizeit, Nähen, Sommer, Studium.7 comments
Die Zusage aus Mannheim kommt einfach nicht. Seit über zwei Wochen wache ich jeden Morgen zwischen 8 und 9 auf (und das, obwohl ich ohne Probleme bis 15 Uhr durchschlafen kann!), weil ab 9 die Post kommt. Doch normalerweise bringt der Postbote ständig nur Briefe und Päckchen für jeden anderen außer mir. Nur heute nicht: Da war ein Umschlag aus Karlsruhe. Oje. Das kann ja nur eine Absage sein, nach dem Test letzte Woche. Aber erstaunlicherweise habe ich auch von Karlsruhe eine Zusage bekommen. Noch eine Uni mehr, der ich absagen muss.
Da die Rückmeldefrist für Tübingen am 15. August abläuft, brauche ich also endlich Gewissheit. Schließlich kann ich ja nicht die Studienplätze in Tübingen und Karlsruhe ablehnen und am Ende noch eine Absage von Mannheim bekommen. Daher werde ich spätestens morgen in Mannheim anrufen und mich nach dem Stand der Dinge erkundigen. So kann’s ja auch nicht gehen: In Mannheim beginnt mein Semester am 3. September, während es überall sonst in Baden-Württemberg erst am 15. Oktober los geht. Und dann ist die Uni Mannheim eben noch diejenige, die Ihre Zu- und Absagen als Letzte verschickt.
Langsam wird es auch ein wenig knapp mit der Wohnungssuche. Alle Wohnungen, die ich im Internet schon entdeckt hatte und ich mir auch gerne angeschaut hätte, sind mittlerweile vergeben. Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass ich den ersten Monat pendeln muss. Na toll. Oder ich bekomme erst gar keine Zusage, das kann natürlich auch sein.
Jetzt zu einem anderen Thema: diesem SAUWETTER! Eigentlich wollte ich mir meine Kommentare dazu verkneifen, aber angesichts des nicht aufhörenden Regens bleibt mir nichts anderes übrig. Bis nächste Woche Sonntag muss sich das Wetter schwer gebessert haben, da feiern wir mit gut 70 Leuten eine Gartenparty. Außerdem wäre so ein bisschen Sonne doch mal eine willkommene Abwechslung, vor allem im Hochsommer.
Aber da das Wetter ja anscheinend nicht besser werden will, habe ich endlich mal Zeit meine ganze Ladung Stoff zu verschaffen, die ich mir im April beim Holländischen Stoffmarkt in Karlsruhe zugelegt habe. Oder ich könnte mal wieder was lesen. Oder was essen…
Erste Zulassung endlich da… 3. August 2007
Posted by Carolin Schmidt in Bücher, Freizeit, Kalligraphie, Kochen, Kultur, Nähen, Sommer, Studium.2 comments
…leider noch nicht von Mannheim. Na ja, immerhin habe ich jetzt die Sicherheit, dass es dieses Jahr doch noch was wird mit dem Studieren, und das ist in erster Linie das Wichtigste. Die Zulassung kam von der Uni Tübingen, von der ich als letztes erwartet hätte, dass sie mich nehmen – immerhin kamen auf einen Studienplatz 20 Bewerbungen! Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass ich in Mannheim genau so viel Glück habe, aber da stehen die Chancen immerhin nur 1:10.
Mein Eignungsfeststellungstest in Karlsruhe war einfach nur grottig: Da gab es Fragen, die ich nicht beantworten konnte, weil a) ich noch nie etwas davon gehört hatte oder b) weil ich mir nicht sicher war und ich bei jedem Mal Nachdenken noch mehr verwechselt habe oder c) weil ich einfach kein Freund von Geographie bin.
Daher musste ich beschämenderweise die Frage mit den Hauptstädten von deutschen Bundesländern auslassen, da ich nur eine oder zwei von den angegebenen sechs wusste und ich nur mit allen sechs richtigen überhaupt einen Punkt bekommen hätte. Warum mir also die Mühe machen und zwei Städte aufschreiben, wenn ich dafür eh keinen Punkt bekomme? Einige andere Fragen gingen um philosophische Grundsätze, von denen ich noch nie etwas gehört habe, da ich weder Philosophie noch Ethik als Schulfach hatte. Da habe ich dann teilweise einfach geraten oder in den hintersten Ecken meines Hirns gekramt und doch die richtige Lösung angekreuzt (multiple choice!). Seit meiner Zusage aus Tübingen ist mir eh egal, ob ich von Karlsruhe eine Zu- oder eine Absage bekomme, da das Studium dort ja nur die Notlösung gewesen wäre. Für den Test hatten wir übrigens drei Stunden Zeit. Manche sahen mich etwas verstört an, als ich meinen Test nach 30 Minuten mehr oder weniger intensiven Durcharbeitens schließlich abgab und mich auf den Weg zu H&M und Karstadt machte.
Im Karstadt habe ich mich erst einmal mit günstigem neuem Stoff eingedeckt: Für meine Silberbesteck-Schatulle – eine Errungenschaft vom letzten Flohmarkt – mit weinrotem Samt, aus denen ich kleine Deckchen bzw. Kissen nähe, die ich zwischen die verschiedenen Lagen Besteck legen kann und mit einem khakigrünen Häkelstoff für einen kurzen Bolero. ¡Olé! Sowieso habe ich in den letzten Tagen wieder sehr viel genäht, aber was soll man bei dem verregneten Wetter sonst auch machen? Ein Hoch auf den Klimawandel.
Der Kalligraph, dem ich vor ein paar Tagen im Stadtmuseum Baden-Baden zugesehen habe, heißt Norman Hothum und beschäftigt sich hauptsächlich mit mittelalterlichen Schriften und Illustrationen, aber auch mit dem Leben im Mittelalter ansich. Die Gespräche mit ihm waren sehr interessant und haben mir wieder Lust gemacht, mich mit Kalligraphie zu beschäftigen, die in letzter Zeit bei mir etwas zu kurz gekommen ist.
Mit dem Jackpotknacken beim anschließenden Bowlen ist es auch diesmal leider nichts geworden
Aber irgendwann schaffen wir es!
Letzte Woche habe ich mir zwei spanische Bücher bestellt, da ich befürchte, dass ich die Sprache mehr und mehr verlernen werde. Die beiden Bücher sind La Celestina von Fernando de Rojas und Al Morir Don Quijote von Andrés Trapiello.
So, und jetzt werde ich leckere Mirabellenmarmelade kochen, mjam.



