Hey ho, let’s go! oder: London-Planung fertig / Abifeier / En avant! 24. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Abitur, Bücher, Fernweh, Freizeit, Jane Austen, Kultur, London, Nähen, Schule, Studium.8 comments
Auf geht’s nach London. Nachdem ich endlich begriffen hatte, dass die Schule jetzt vorbei ist und ich mein Abi wirklich in der Tasche habe, habe ich mich heute ein paar Stunden hingesetzt und den – zugegebenermaßen sehr straffen – Tagesplan für unseren Kurztrip nach London organisiert.
Wir landen voraussichtlich (ich sage das extra, denn wir fliegen schließlich mit RyanAir
) um 10:25 in London Stansted und fahren anschließend mit dem Stansted Express in die Londoner City, wo wir hoffentlich dann unseren Tagesplan durchziehen können. Um 22:55 fährt leider schon der letzte Express zurück zum Flughafen, sodass wir dann ab halb 12 nichts Richtiges mehr zu tun haben, aber uns wird sicher was einfallen.
Eigentlich hatte ich ja vor, mir Clotted Cream aus England mitzubringen, da ich das hier in Baden-Baden nirgends finden kann. Allerdings müsste ich das schon gegen 18 Uhr kaufen, da danach die meisten Geschäfte in London schon zu machen; aber die 12 Stunden, bis ich wieder daheim bin, wird die Sahne wahrscheinlich nicht überstehen. Schweren Herzens muss ich dieses Vorhaben also wieder vergessen. Na ja, dann muss ich mir die Clotted Cream wohl doch bei eBay kaufen.
Jetzt trotzdem wieder zurück zum Abi: Wider meine Erwartungen habe ich den Apollinaire-Preis für die Fremdsprache Französisch bekommen (das habe ich durch Zufall am gleichen Morgen durch die Zeitung erfahren, in der Schule hat es keiner geschafft mir zu sagen). Deshalb werde ich am kommenden Donnerstagabend an einer Preisverleihung in Karlsruhe teilnehmen, wo französische Literatur vorgelesen wird. Der Preis enthält außer der Einladung noch 4 Bände französischer Gedichte – und die deutsche Übersetzung werde ich natürlich keines Blickes würdigen!
Übrigens habe ich mich bei meiner letzten Bücherliste vertan. Statt Iny Lorentz’ „Die Goldhändlerin“ habe ich „Die Kastellanin“ bestellt und außerdem noch „Die Tochter der Hexe“ von Astrid Fritz. Der Rest der Liste war allerdings richtig. Von meinem Freund habe ich zum Abi außerdem Ken Follets 1151-Seiten-Schmöker „Die Säulen der Erde“ geschenkt bekommen. Jetzt ist mein Bücherregal schon fast wieder voll – die französischen Gedichtbände nehmen schließlich auch einiges an Platz in Anspruch. Daher schenkt mir mein Bruder zum Abi ein weiteres Bücherregal.
Jetzt noch einmal kurz was zur Abifeier: In der Nacht zuvor habe ich ja mein Abikleid nähen wollen. Als ich dann fertig war, bin ich fast aus allen Wolken gefallen. ES WAR 10 CM ZU ENG!! Das konnte aber doch gar nicht sein, ich habe es extra eine Nummer größer genäht! Deshalb bin ich am Freitag Morgen (abends war die Feier) in die Stadt gehechtet, um mir ein Kleid zu kaufen, das beige-/creme-farbig ist, denn ich hatte ja auch schon passende Schuhe und Schmuck. Schließlich habe ich dann ein sehr hübsches – reduziertes! – Kleid von Benetton gekauft, für das ich abends dann auch noch mehrfach gelobt worden bin.
Die passende Tasche und Ohrringe habe ich natürlich auch gleich noch gekauft.
Heute habe ich mich ein bisschen mit den integrierten binationalen Studiengängen an der Uni Tübingen auseinander gesetzt und beschlossen, nach meinem Bachelor-Studium (International Business Administration) ein solches binationales Masterstudium in Straßburg in Angriff zu nehmen. Meine beiden Wirtschaftssprachen werden eh Englisch und Spanisch sein, also kann ich nach dem 7., oder besser gesagt wohl 8. Semester (Auslandssemester in Spanien nach der Zwischenprüfung nicht vergessen!) ja auch gleich noch nach Frankreich gehen. Wenn ich mit dem Studium fertig bin, habe ich sowohl einen deutschen als auch einen französischen anerkannten Abschluss. Das is definitiv das Richtige für mich (ich sag nur Apollinaire-Preis
).
Da ich jetzt aber 3 Monate im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal arbeitslos bin, habe ich jetzt genug Zeit, meine 16 (oder waren’s 17?) Bücher zu verschlingen, die noch ungelesen in meinem Regal stehen. Am besten fange ich gleich mal damit an.
Das war’s mit Schule 21. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Abitur, Bücher, Fernweh, Jane Austen, London, Nähen, Schule.4 comments
Seit vorgestern bin ich keine Schülerin mehr – komisches Gefühl. Dafür habe ich jetzt endlich mein Abi hinter mir und dank der 12 NP in Geschichte habe ich auch meinen Wunschschnitt von 1,3 geschafft. Dass ich keine Schülerin mehr bin, bedeutet natürlich auch, dass ich mich jetzt an keinerlei Schulregeln mehr halten muss. Deswegen habe ich gestern und heute, als ich doch nochmal in der Schule war, direkt im Schulhof vor dem Eingang geparkt.
Die letzten Tage waren sehr ereignisreich: Erst das Abfeiern nach dem Mündlichen am, dann unser Abischerz mit vorangegangener „Übernachtung“ in der Schule, wo ich in Wirklichkeit keine Minute geschlafen habe, anschließend abends die Vorbereitung des Abistreichs an einer anderen Schule und jetzt bin ich gerade von selbigem heim gekommen. Langsam wird’s mal Zeit zum Schlafen (nachdem ich heute morgen schon verschlafen habe).
Zuerst muss ich aber endlich mal mein Kleid fertig nähen, das schon seit Wochen halbfertig im Keller lieg; sonst habe ich morgen bei der offiziellen Feier ein großes Problem.
Übrigens bekomme ich zum Abi von der Schule zwei Buchpreise. Einen für sehr gute Leistungen und einen anderen für die Betreuung der Schul-Homepage (deren Leitung ich aber vor einem Jahr abgegeben habe). Das heißt im Klartext, dass ich ab morgen Abend wieder um 7 Bücher reicher bin. Gekauft habe ich mir von den Gutscheinen folgendes:
- Iny Lorentz – Die Goldhändlerin
- Stephenie Meyer – Biss zum Morgengrauen
- Jane Austen – Verstand und Gefühl
- Sabine Weigand – Das Perlenmedaillon
- Rebecca Gablé – Das Lächeln der Fortuna
- meinen London-Reiseführer, denn am Dienstag geht’s ja schon los
Eigentlich dachte ich, ich hätte noch ein Buch mehr, aber ich glaube, das war’s. Demnächst werde ich auch noch meinen Barcelona-Reiseführer gebrauchen, denn meine Eltern haben mir zum Abi ein Wochenende in Spanien geschenkt.
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So, entweder, ich nähe jetzt mein Kleid, oder ich gehe noch mal für ein oder zwei Stündchen ins Bett. Die Auswahl fällt mir bei meinem derzeitigen Zustand jedoch nicht schwer – gute Nacht.
Hardcore-Shopping in Freiburg! 7. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Fernweh, Freiburg, Freizeit, Kultur, Nähen, Zeugs.comments closed
Gestern morgen um 7:27 setzte ich mich in den Zug nach Freiburg. Nach gut 1,5 Stunden kam ich an und wurde am Bahnhof schon von meiner Tante (’ne andere Tante, nicht die von Basel!) empfangen. Von da aus machten wir uns gleich
auf den Weg in die Stadt, wo wir uns erstmal in ein nettes Café am Augustinerplatz setzten, da die Geschäfte alle erst um zehn öffneten.
Nach einem halben Liter Kaffee und einem Croissant zeigte meine Tante mir schnell das Museum für Ur- und Frühgeschichte, und wir statteten gleich mal dem ersten Stoffladen einen Besuch ab. Meine Tante hat mich den ganzen Tag über nur eingeladen, weshalb ich mich nach dem Mündlichen erstmal hinhocken und nähen muss.
In diesem Geschäft kaufte ich mir Stoff und den dazugehörigen Schnitt für ein Wickeltop. Auch meine Tante “kleidete” sich für die Verabschiedung des Schulleiters an ihrer Schule, der Klinikschule Freiburg, ein.
Als nächstes spazierten wir kurz über den Münstermarkt. Ich glaube auf keinem Markt hier in der Nähe jemals so viele Tee-Stände gesehen zu haben. Dort kaufte ich mir übrigens einen “Frauentraum” mit Orangenaroma (gleich mal ausprobieren!). Da das Münster wegen der Messe leider nicht zur Besichtigung offen stand, schlenderten wir noch kurz durchs Städele (dort wurde mir das Alte Kaufhaus gezeigt) und besuchten eine Freundin meiner Tante in ihrem Asia-Laden, wo wir unsere schon ziemlich schweren Tüten zwischenlagerten.
Danach ging’s gleich zum nächsten Stoffladen – und 2 weitere sollten noch folgen. Den Schnitt, den ich mir kaufen wollte, sah ich schon aus weiter Entfernung: Ein kurzer Bolero zum Binden. Und der passende Stoff in weiß war auch schon dabei! Also schenkte meine Tante mir das alles auch noch (zum Abi und zum Geburtstag, zu Weihnachten und Ostern… ich hatte zu meiner Tante vorher kaum Kontakt). Anschließend, es war schon gegen zwölf, besuchten wir für eine Weile die Uni, in der ich bis
vor kurzem noch studieren wollte. Hätte nicht gedacht, dass die Hörsäle da so klein sind – da waren teilweise nur zwei Sitzreihen drin! Danach setzten wir uns dann gegenüber in ein Restaurant und aßen Linguine mit Spinat und gerösteten Pinienkernen *mjam!
Nachdem jeder von uns noch einen Espresso getrunken hatte, ging’s auch schon weiter zum nächsten Stoffgeschäft. Auf dem Weg dahin kamen wir noch in eine Buchhandlung, wo ich abends das Geburtstagstagsgeschenk für meine Mutter kaufte und einen kleinen Ratgeber zum Zeitmanagement fand, den ich mir eventuell noch kaufen werde.
Als wir schließlich in besagtem Stoffgeschäft ankamen, half ich meiner Tante beim Auswählen der Stoffe und Schnitte für ein neues Outfit. Nach einer knappen Stunde und gut bepackt (und ich hab’ mir nicht mal was gekauft!) brachten wir unsere Tüten ins Geschäft der Freundin meiner Tante. Dort bekam ich übrigens noch ein Päckchen unglaublich lecker riechender Räucherstäbchen und einen Stäbchenhalter (heißt das so?).
Anschließend bummelten wir noch ein wenig in der Stadt und besichtigten endlich das Münster. Das einzige Foto, das ich dort aufgenommen habe, war leider etwas verschwommen. Naja. In den vierten Stoffladen gingen wir dann nicht mehr, denn es war halb vier und langsam wollten wir uns auch auf den Rückweg nach Baden-Baden machen. Ach ja: Gegenüber vom Münster gibt es einen Benetton, wo meine Tante mir einen schönen Gürtel spendierte. ![]()
Auf dem Rückweg zum Asia-Laden kamen wir dann nochmals an der Buchhandlung vorbei, in der ich einen ziemlich dicken Frankreich-Schmöker für meine Mutter kaufte. Bei diversen Chocolatiers deckten wir uns noch gut mit den leckersten Sorten Schokolade ein, die ich je gesehen habe (Chili-Mandeln, Schokolade mit rotem Pfeffer, Schokolade mit Banane-Curry-Füllung…).
Nach diesem erfolgreichen Tag – vor allem für mich- fuhren wir zur Wohnung meiner Tante, um uns kurz etwas auszuruhen und mit ihrem Auto dann zum Ikea zu fahren. Auch dort wurde ich Zeuge ihrer unglaublichen Großzügigkeit, denn sie schenkte mir sogar mein neues Bücherbord und hübschen Deko-Schnickschnack. Auch eine große Packung Havreflarn-Kekse war drin! ![]()
Habe ich irgendwas vergessen? Ich glaube nicht. Auf jeden Fall war es wieder ein erlebnisreicher Tag, an dem sehr viel für mich heraus sprang. Auch wenn meine Tante das hier niemals lesen wird: Danke! ![]()
Ein Tag in Basel 2. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Basel, Bücher, Fernweh, Freizeit, Kalligraphie, Kultur, Zeugs.2 comments
>> Fotos zum Ausflug gibt’s hier <<
Gestern morgen um 9:13 ging meine bisher erste Reise nach Basel los. Nach 80 Minuten kamen wir am Badischen Bahnhof an und fuhren gleich ins Beyeler-Museum. Nebenan im Park befand sich ein Café, in dem wir mit einem Kaffee und einem Croissant in den Tag starteten. Im Museum schauten wir uns die Ausstellung „Edvard Munch – Zeichen der Moderne“ an (also doch kein Bauernmuseum). Eigentlich kann ich mich ja nicht für die Moderne begeistern, aber zum Glück wurden auch einige impressionistische Werke ausgestellt. Damit konnte ich dann was anfangen.
Gegen 13:30 Uhr, nachdem wir uns noch im museumseigenen Shop eingedeckt hatten, machten meine Tante und ich uns dann auf den Weg ins Basler Zentrum. Dort spazierten wir noch eine Weile vor uns hin und fuhren anschließend mit dem Tram in Richtung Münster, um zur Papiermühle zu kommen. Im Restaurant, das sich gleich neben dem Museum befindet, aßen wir noch etwas Kleines zu Mittag (es war schon 15:00). Das ganze Viertel ist übrigens ein echt hübscher kleiner Fleck.
Gleich nachdem wir das Museum betraten, kamen wir in den Shop. WOW! Ich habe noch nie so viele schöne Kalligraphie-Sachen gesehen! Natürlich habe ich nach dem Besuch nicht die Finger davon lassen können und habe gleich mal für 72 CHF einiges gekauft (das Geschenk von meiner Tante fürs Abi), nämlich:
- ein kleines Notizbuch
- ein ebenso kleines wie schönes Adressbuch
- eine Schreibfeder, also noch ein richtiger Gänsekiel
- eine dunkelrote Stange Siegellack
- eine parfümierte Frühlingstinte in grün
- einen unglaublich schönen Füllfederhalter
- eine Doppelstrichfeder
- zwei Rollen handgeschöpftes Papier, eins mit Tannennadeln oder Rosmarin und eins mit Grashalmen.
Im Museum selbst gab es einiges zu sehen: Es ging los im Keller, wo man einem Papiermacher beim Schöpfen zusehen konnte. Von ihm erfuhr ich auch einiges über die Grammatur eines solchen Bogens, über die Richtung des Faserlaufs etc. Im Gegenzug erzählten wir ihm auch einiges über unsere Druckerei, sodass aus der kleinen Vorführung ein etwas längeres Gespräch wurde.
Da die Papiermühle nur bis 17:00 offen hat und es nach dem Gespräch schon 16:20 war, verabschiedeten und bedankten wir uns und stiegen die Treppen rauf in ein Zimmer, in dem ich mich besonders wohlfühlte: Im Schreibraum. Dort konnte man wiederum eine Frau beim Schreiben, Gestalten, Siegeln und Verzieren bewundern. Und wieder war ich überwältigt von der Vielfalt an Kalligraphie-Utensilien, die sich bei ihr auf dem Tisch befanden. Diese Frau spielte eine nicht unerhebliche Rolle bei meinem Kauf nach dem Besuch, da sie mich dazu ermutigte, nur viel zu kaufen. Danke!
Im gleichen Stockwerk konnten wir einem Mann zuschauen, wie er Lettern für die Druckmaschinen goss. Solche Lettern habe ich mir früher immer aus der Druckerei stibitzt.
Aber heutzutage braucht die ja auch keiner mehr. Danach zeigte mir meine Tante eine Maschine, die mir irgendwie bekannt vorkam. Mit meiner Vermutung, dass wir so eine auch in der Druckerei haben, lag ich dann richtig, denn es war eine Linotype. Soweit ich weiß, sieht unsere allerdings etwas anders aus.
Im nächsten Stock durfte ich dann zum ersten Mal selber drucken, nachdem ich meinen Namen mit Lettern gelegt hatte.
Anschließend ging’s noch eine Etage hoch in die Buchbinderei. Da es allerdings schon kurz vor 5 war, schauten wir uns dort nur kurz die Maschinen an und machten uns dann auf den Weg ins Erdgeschoss, wo Federn, Tinten und Papier auf mich warteten.
Wir verließen also das Museum um Punkt 17 Uhr und liefen wieder Richtung Innenstadt (H&M olé). Da wir keine Lust hatten, den Rhein mittels Brücke zu überqueren, machten wir es uns in einer kleinen Fähre bequem, die uns in kürzester Zeit ans andere Rheinufer brachte. Dort spazierten wir ein wenig am Fluss entlang und stiegen die Treppen zum Münster hoch, dem wir noch einen kleinen Besuch abstatten wollten. Leider war es schon seit 17:00 geschlossen. Also nahmen wir kurzerhand die nächste Fähre zurück auf die andere Seite.
Am Marktplatz suchten wir dann vergebens nach einem kleinen Bistro. Nachdem wir gut 20 Minuten gesucht hatten, sprachen wir eine Passantin an, die uns ein kleines Restaurant am Ufer des Rheins empfahl. Und es war in der Tat ein nettes kleines Restaurant. Wir tranken also den zweiten Kaffee dieses Tages und ruhten uns vom bisher schon recht anstrengenden Ausflug aus.
Gegen 19:30 holten wir uns an der gegenüberliegenden Haltestelle zwei Tickets und machten uns auf den Weg zum Bahnhof, wo unser Zug um 20:22 abfahren sollte. Dummerweise sind wir dann jedoch in den falschen Zug eingestiegen
(irgendwann musste ja mal was Unvorhergesehenes passieren). Das merkten wir jedoch erst, als der Zug erst 20 Minuten nach unserer eigentlichen Abfahrtszeit losfuhr. Eigentlich sollten wir mit einem ICE innerhalb einer Stunde nach Offenburg fahren, dort umsteigen und um 22 Uhr ungrad in Baden-Baden ankommen. Stattdessen fuhren wir mit einem Regionalexpress (laaangsaaam!) nach Freiburg, wo dann Ende Gelende war. Am Schalter sagte man uns, dass wir mit dem nächsten RE um 22:25 bis nach Offenburg fahren, und dort in den Zug nach Baden-Baden umsteigen könnten, ohne etwas draufzahlen zu müssen. Da es aber erst 21:45 war und – zumindest mir – verdammt kalt war, genehmigten wir uns in der Bahnhofshalle den dritten Kaffee des Tages, natürlich wieder mit einem Croissant. Ansonsten lief jedoch alles glatt.
Nach diesem anstrengenden Tag und den wenigen Strapazen kamen wir dann um 23:48 daheim an (ans Agostea war dann natürlich nicht mehr zu denken). Gegen Ende der Fahrt konnten wir sogar wieder über unser Missgeschick lachen. Übrigens tun das jetzt auch mein Bruder und seine Freunde, die ich (wie konnte ich nur!) aus dem Zug anrief, um mir Rat einzuholen. Nächstes Mal denke ich zuerst nach und rufe dann nicht an.
Zu Hause konnte ich dann dank des Koffeinschubs nicht schlafen. Deshalb las ich noch einige Seiten in Umberto Ecos „Der Name der Rose“, von dem ich im Zug schon erstaunlich viel gelesen hatte. Ich sollte mich öfters in den falschen Zug setzen. Reisen bildet!
Heute wird geTAPAst / Besuch in Basel und Freiburg 31. Mai 2007
Posted by Carolin Schmidt in Abitur, Arbeit, Bücher, Fernweh, Freizeit, Kulinarisches, Kultur, Nähen, Schule, Zeugs.2 comments
Aloha. Das derzeitige Wetter ist zwar nicht so, als dass man mit dem hawaiianischen „Aloha“ grüßen dürfte, aber zumindest können wir ja mal versuchen, uns das Wetter schön zu reden.
Meine Ferien waren bisher ziemlich unspektakulär. Ich durfte wieder unzähligen Mitschülern hinterher rennen, damit ich zumindest endlich mal zwei Drittel der Kursberichte für die Abizeitung habe, aber im Endeffekt fehlen mir immer noch 10 Berichte. Dass ich die Zeitung bis in einer Woche fertig haben muss, scheint in meiner Klasse kaum jemanden zu interessieren.
Nichtsdestotrotz gehe ich heute Abend nach der Arbeit mit ein paar Freunden in Baden-Badens Tapas-Bar. Für gar nicht mal so hohe Preise – was in Baden-Baden ganz ungewöhnlich ist – kann man sich dort an leckeren spanischen Tapas satt essen (ja, wirklich: wenn man pro Person 2 Tapas bestellt und jeder von jedem probieren darf, kann man durchaus satt werden!). Auch die Cocktails dort sind empfehlenswert. Am besten geht man natürlich zur Happy Hour hin, dann bekommt man einige davon zum halben Preis.
Was mache ich sonst noch so in den Ferien?
1. Ich gehe morgen nach Basel. Meine Tante hat mir zum Geburtstag einen Besuch in der Papiermühle in Basel geschenkt, da ich mich ja für Bücher, Papier, Kalligraphie und Druck interessiere. Soweit ich weiß (langsam sollte ich mich mal erkundigen) fahren wir um 9 in Baden-Baden los, gehen dann in Basel zuerst noch in ein Bauernmuseum (?) und anschließend dann in die Papiermühle. Der Tag wird also sicher ziemlich anstrengend. Trotzdem muss ich morgen Abend fit sein, denn ich gehe noch mit Freunden nach Karlsruhe ins Agostea.
2. Nach Freiburg gehe ich dann übrigens auch noch. Meine Tante hat mich zu sich eingeladen, und anscheinend gibt es in Freiburg drei oder vier Stoffläden. Ich seh’s schon kommen – ich komm wieder mit mehr Stoff heim als ich jemals gebrauchen kann. Außerdem darf ich nicht vergessen, zum Ikea zu gehen. Da hol ich mir dann „Lack„, ein weißes Bücherbord, das ich genau neben mein schon vorhandenes Lack hänge.
Dann habe ich ein doppelt so langes Regal wie vorher und ich kann endlich alle meine Bücher verstauen. Falls ich in Tübingen genug Platz habe, will ich mir unbedingt „Kirp“ kaufen! Ein oder zwei Körbe in meiner Zimmerfarbe orange-gelb könnte ich natürlich auch gebrauchen. Soweit zu Freiburg.
Mehr gibt es heute, glaube ich, nicht zu sagen. Vielleicht kann mir der ein oder andere noch (Reise-)Vorschläge machen, da ich ja ab dem 18.6. keine Schülerin mehr bin (*schnief) und drei Monate nichts Ernsthaftes zu tun habe.
Flug gebucht 14. Mai 2007
Posted by Carolin Schmidt in Fernweh, Freizeit, Kultur.5 comments
So, gerade eben habe ich für vier Personen Flüge nach London und zurück gebucht. Mit Gebühren für Zahlung und Gepäckaufgabe sind wir also auf 32 € pro Nase gekommen.
Jetzt muss ich mir nur noch ein schönes Programm für London überlegen und den Tag optimieren. Wird schon schief gehen.
London in 12 Stunden / Lockerer Job im Kurhaus Baden-Baden 13. Mai 2007
Posted by Carolin Schmidt in Arbeit, Fernweh, Freizeit, Kulinarisches, Kultur, Zeugs.1 comment so far
Was kann man in 12 Stunden in der englischen Hauptstadt alles machen? Ich weiß, dass die Zeit nie reicht, um alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, aber zumindest ein paar sollten es schon sein. Wahrscheinlich fliegen wir von Dienstag, 26., auf Mittwoch, 27. Juni. Abiturient zu sein ist toll, da hat man schon ab Mitte Juni Ferien.
Nächste Woche kaufe ich mir den Spirallo Reiseführer von Falk. Zum Glück hat meine Mutter mich vorhin daran erinnert, dass wir noch Geld umtauschen müssen, das hatte ich total vergessen. Was ich unbedingt sehen muss, ist Buckingham Palace, Tower Bridge und das Foltermuseum. Außerdem werden wir natürlich auch den Afternoon Tea zelebrieren. Tee rockt!
Übrigens habe ich gestern im Kurhaus bei der Feier zu 20-jährigen Bestehen von L’Tur gearbeitet. Ich hätte es mir im Leben nicht so chillig vorgestellt: Zuerst haben wir uns umgezogen, dann hatten wir von 17:30 bis 19:00 frei. Bis 20 Uhr haben wir dann Gäste reingelassen und bis 22 Uhr gemütlich im Kurhaus-Restaurant gespeist (auf Kosten des Hauses versteht sich!). Als Vorspeise hatte ich ein Steinpilzschaumsüppchen mit Wachteln und Rotweinpflaumen, danach Zitronenspaghetti mit gegrillten Gambas und schließlich einen Espresso. Für das Dessert hat leider die Zeit nicht mehr gereicht, denn wir waren ja schließlich zum Arbeiten da! Anschließend haben wir die Headsets der englischsprachigen Gäste eingesammelt (vorher noch eine Flasche Sekt geköpft) und mit Flugzeug-Trollies Dosenprosecco verteilt. Da wir noch massig davon übrig hatten, durften wir uns davon noch ein paar Dosen mit nach Hause nehmen.
Wir – das sind wir drei Mitarbeiterinnen des Festspielhauses Baden-Baden und zwei Stewardessen – haben auch versucht durchzusetzen, dass wir die Outfits (schwarzes knielanges Kleid, weißer Gürtel, schwarz-weißes Tuch – Foto folgt) behalten dürfen. Allerdings haben wir niemanden aus der Requisite gefunden, weshalb wir einfach unsere Adressen auf den Kleidern hinterlassen haben. Mal schauen, ob sie uns im Laufe der nächsten Woche zugeschickt werden. Alles in allem war der Abend also echt angenehm – dabei hatte ich gestern Mittag noch keine Lust, da von 17 bis 2 Uhr zu arbeiten. Im Nachhinein würde ich das jederzeit wieder tun.
Stylisher Eier-Trenner / RyanAir suckt 5. Mai 2007
Posted by Carolin Schmidt in Bücher, Fernweh, Freizeit, Zeugs.5 comments
Vorhin hat mir mein Bruder im Internet einen sehr stylishen Eiertrenner gezeigt. Ich persönlich würde das Ei, besonders natürlich das Eiweiß, danach aber nicht mehr unbedingt essen wollen
Nachdem wir uns gestern auf den 10. und 11. Juli bezüglich unserer London-Kurzreise geeinigt hatten, dachten meine Freundin und ich, dass wir uns mit der Buchung vielleicht noch ein wenig Zeit lassen könnten, etwa bis heute. Pustekuchen. Als ich gerade eben noch mal nach dem Flug geschaut habe, waren die Preise gestiegen. Jetzt werden wir uns wohl erst mal einen neuen Termin suchen müssen. Der 25. und 26. Juni würden sich da anbieten, denn da kostet der Flug hin und zurück auch nur 20 € mit allem drum und dran. Schauen wir mal, ob wir an dem Termin auch wirklich beide Zeit haben. Ansonsten könnten wir (bzw. eigentlich nur ich, denn meine Freundin macht nach dem Abi eine Ausbildung) nur noch bis Mitte Juli nach London, da Ende Juli Interviews an den Unis stattfinden und ich mir die Zeit dafür freihalten muss. Na ja, hoffen wir einfach mal das Beste. Buchen werden wir daher wahrscheinlich erst nächste Woche.
Leider bin ich diese Woche immer noch nicht dazu gekommen, „Der Name der Rose“ zu lesen. Ständig habe ich es mir vorgenommen, und auch bei ICQ steht es schon seit Anfang der Woche in meiner Away-Message. Heute Abend will ich aber endlich damit anfangen, sofern meine Kopfschmerzen mich heute in Ruhe lassen. Ich glaube, das liegt daran, dass ich seit der Abihütte nicht mehr gescheit schlafen kann. Um Dienstag rum war das ja noch verständlich, um die Zeit war Vollmond, aber auch davor und danach habe ich es irgendwie nicht geschafft, durch- und auszuschlafen. Ich hoffe mal, das legt sich nächste Woche, wenn ich endlich alle Klausuren hinter mir habe und mich mal entspannen kann.
Kafkas „Verwandlung“ habe ich übrigens am Mittwoch Abend gleich gelesen. Ich muss sagen, interessante Geschichte, aber das Ende ließ mich zutiefst unbefriedigt. Warum schreibt man so ein Buch? Warum ausgerechnet ein Käfer? Warum hat Gregor sich überhaupt verwandelt? Und warum zum Teufel hat er sich nicht mehr zurückverwandelt? Fragen über Fragen, auf die ich hoffentlich übermorgen im Deutschunterricht eine Antwort finden werde.
Jetzt nehme ich mir aber endlich mal die Zeit, ein bisschen zu lesen. Aber nur, falls nichts Interessantes im Fernsehen kommt, ihr wisst ja, 20:15 und so…
RyanAir macht’s möglich 4. Mai 2007
Posted by Carolin Schmidt in Fernweh, Freizeit, Schule.add a comment
Ich muss meine Aussage von gestern korrigieren: Da wir jetzt schon Anfang Juli nach London fliegen wollen, haben wir auch noch günstigere Flüge bekommen: Beide für jeweils 0,01 €! Mit Gebühren und Steuern macht das 20 €! Jetzt darf ich sogar behaupten, dass wir innerhalb Londons mehr dafür zahlen, dass wir von A nach B kommen, als von Deutschland nach London
Die Sekretärin unserer Schule hat uns übrigens noch vorgeschlagen, mal mit dem TGV nach Paris zu fahren für 15 €, und dass wir ja auch mal nach Zweibrücken fahren könnten zum Shoppen. Die Frau ist soooo nett. Allein wegen ihr würde es sich schon lohnen, noch ein paar Jahre länger auf der Schule zu bleiben.
Übrigens habe ich jetzt das erste (mehr oder weniger) freie Wochenende seit unzähligen Wochen. Leider kann ich es nicht so genießen wie ich es gerne tun würde, da ich schon morgen wieder relativ früh aus den Federn muss (10 Uhr!!!)
Naja, vielleicht wird’s ja übermorgen was. Richtig in Abi-und-Nie-wieder-Schule-Stimmung bin ich ja noch nicht, bei den ganzen Klausuren. Apropos Klausur: Chemie war eigentlich gar nicht so schlecht. Zumindest nicht dafür, dass ich nur eine halbe Stunde gelernt habe. Wenn ich in Ruhe drüber nachdenke, denke ich sogar, dass ich dafür gar nichts hätte lernen brauchen, da davon heute im Prinzip eh nichts drankam.
Tja, dann werde ich jetzt noch mal bei Ryan Air vorbei schauen, um die AGB zu lesen und eventuell den Haken an der ganzen Sache zu finden. Na ja, hoffen wir’s mal nicht.
Mal wieder bowlen und: Kurztrip nach London 3. Mai 2007
Posted by Carolin Schmidt in Fernweh, Freizeit, Kultur, Schule.add a comment
Gerade habe ich mich auf der Homepage des Bowlingcenters in Baden-Baden über die Preise erkundigt, da ich schon über ein halbes Jahr nicht mehr bowlen war, und was muss ich da feststellen? Die Preise wurden aufgeschlagen! Von 2,50 € auf 2,80 €! Das kann doch nicht allein die MwSt. sein. Wenn mal Preise aufgegeschlagen werden, dann richtig. Find das nicht in Ordnung…
Aber wenigstens gehen wir nach laaaanger langer Zeit mal wieder bowlen. Ich kann das Bowlingcenter übrigens wärmstens empfehlen: Die haben zwar die Preise aufgeschlagen, aber im Durchschnitt spielt man mit 8 Leuten an einem Spiel über eine Stunde, und dafür sind 2,80 € definitiv nicht zu viel. Außerdem soll man ja nicht immer so viel über’s Geld nachdenken.
Des Weiteren haben eine Freundin und ich beschlossen, dass wir Ende Juli zusammen einen Tag nach London zum Shoppen fliegen: Früh morgens für 0,01 € nach London und am nächsten Morgen heim für 4,99 €. Macht – mit Steuern und Gebühren – 53,37 €. Also sind auch Billigflüge nicht so billig, wie sie auf den ersten Blick aussehen
Aber das wird bestimmt ein Erlebnis, dafür geb ich auch gerne 54 € für aus. Und der Flughafen ist ja eigentlich auch grad um die Ecke. Wir werden dann über Nacht am Flughafen nächtigen und – hoffentlich einigermaßen ausgeschlafen
– am nächsten Morgen wieder zurück fliegen.
Uns ist übrigens vollkommen bewusst, dass der Transfer vom Flughafen in die Stadt und zurück wahrscheinlich nochmal so viel kostet wie der gesamte Flug. Aber wie gesagt, sowas erlebt man nicht alle Tage, und sowas muss man einfach mal gemacht haben. Mann, wie ich mich jetzt schon darauf freue. Dabei dauert es doch noch so lang
Was kann man in London machen? Klar, Sehenswürdigkeiten besichtigen, und das lasse ich mir auch sicher nicht entgehen. Ich würde mich dafür schämen, in London gewesen zu sein und nicht zumindest mal vor Buckingham Palace gestanden zu haben. Auf jeden Fall machen wir es uns gemütlich bei einer echten English teatime! So richtig mit Schwarztee, Cucumber Sandwiches und Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade. Schade, dass es noch 3 Monate dauert -.- Aber ich habe ja in der Zeit vor dem Abi am eigenen Leib erfahren dürfen, wie kurz 3 Monate eigentlich sind.
Übrigens schreibe ich morgen eine Chemieklausur (die letzte meines Lebens!) und ich habe nur eine halbe Stunde gelernt. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich wirklich die Absicht hatte zu lernen. Aber nachdem ich nach einer halben Stunde intensivstem Grübeln immer noch nichts verstanden habe, hab ich’s gelassen. Dafür habe ich heute extra 3 Stunden Schule sausen lassen, hätte ich mir auch sparen können. Chemie wird morgen also in den Sand gesetzt, aber damit kann ich leben.




