Absage aus Mannheim -.- / Wohnungssuche in Tübingen 17. August 2007
Posted by Carolin Schmidt in Bücher, Freizeit, Musik, Studium.add a comment
Tja, nun ist es so weit. Am Mittwoch lag die Absage aus Mannheim im Briefkasten. Über das Nachrückverfahren reinzukommen, ist unwahrscheinlich, da ich auf Platz 48 bin und nur 20 Studienplätze angeboten werden. Langsam habe ich mich jedoch mit dem Gedanken abgefunden.
Umso schlimmer ist es nun, dass auch noch die Wohnungen in Tübingen so unglaublich teuer sind. Wer will schon rund 250 € für 11 m² zahlen? Am Dienstag war ich mit meinen Eltern drüben und habe mir eine Wohnung angesehen, die ich zur Zwischenmiete beziehen wollte. Leider erfuhr ich Tags drauf, dass der Vermieter meiner Vormieterin verbietet, das Zimmer an Dritte weiterzuvermieten. Jetzt steh ich wieder ohne Wohnung da und es gibt auch täglich im Internet weniger neue Angebote. Am Montag fahre ich wieder nach Tübingen, um mich umzusehen. Einen Termin habe ich schon ausgemacht, die anderen ergeben sich hoffentlich noch.
Die schönsten Wohnungen von allen haben natürlich wieder die Makler… Die 2,38 Monatsmieten Provision lassen grüßen. Der Termin mit der Maklerin wird aber hoffentlich noch rechtzeitig zustande kommen, denn von Donnerstag bis Sonntag bin ich eigentlich auf dem Minirock-Festival in Horb am Neckar (uiuiui, gar nicht weit weg von Tübingen).
Das Problem am Tübinger Wohnungsmarkt ist nicht etwa, dass es zu wenig Wohnungen gibt, sondern dass es so wenige von denjenigen gibt, in denen ich mir wirklich vorstellen kann, langfristig zu wohnen. Ich gebe zu, dass ich Ausschau nach einem recht geräumigen Zimmer halte, mit Balkon und Tiefgaragenstellplatz oder Parkplatz. Zwar kann ich mir auch vorstellen, für ein Semester in einer Wohnung zu wohnen, die nicht exakt meinen Vorstellungen entspricht, aber ich habe auch keine Lust, mitten im Stress des ersten Semesters nach einer neuen Wohnung zu suchen und umzuziehen. Aber groß sollte sie schon sein, in der Hinsicht bin ich verwöhnt.
Im StudiVZ habe ich glücklicherweise schon einige zukünftige Kommilitoninnen und Kommilitonen (wenn diese Exemplare auch rar sind) gefunden, unter anderem diejenige, die mir vor dem Interview die Fragen verraten hat, die mir gestellt werden sollten, und von der ich schon im Eintrag zu meinem Interview erzählt habe.
Bei 40 Leuten ist der Studiengang doch zum Glück recht überschaubar.
Wahrscheinlich werde ich wieder die ganze Nacht vor dem PC sitzen und Vermieter anschreiben, Termine ausmachen und Unklarheiten klären. Vielleicht finde ich ja endlich meine Traumwohnung.
Mit der Kastellanin von Iny Lorentz bin ich übrigens auch schon seit ein paar Tagen fertig und bin gerade dabei, den dritten Band der Trilogie – Das Vermächtnis der Wanderhure – zu lesen. Leider bin ich in letzter Zeit kaum zum Lesen gekommen, da mein Vater am Mittwoch seinen 60. Geburtstag hatte und heute die Betriebsfeier bei uns zu Hause stattfand. Vielleicht finde ich nächste Woche Zeit? Mal sehen: Große Geburtstagsfeier am Sonntag, Wohnungsbesichtigungen am Monat, Minirock-Festival von Donnerstag bis Sonntag… naja, vielleicht. Ein paar Seiten werde ich zwischendurch bestimmt lesen können, aber sicher nicht das ganze Buch. Das spare ich mir dann für’s Wochenende auf, und danach lese ich vielleicht mal etwas ganz Anderes. Vielleicht Biss zum Morgengrauen oder doch noch etwas Historisches. Wer weiß.
Mannheim lässt auf sich warten 9. August 2007
Posted by Carolin Schmidt in Bücher, Freizeit, Nähen, Sommer, Studium.7 comments
Die Zusage aus Mannheim kommt einfach nicht. Seit über zwei Wochen wache ich jeden Morgen zwischen 8 und 9 auf (und das, obwohl ich ohne Probleme bis 15 Uhr durchschlafen kann!), weil ab 9 die Post kommt. Doch normalerweise bringt der Postbote ständig nur Briefe und Päckchen für jeden anderen außer mir. Nur heute nicht: Da war ein Umschlag aus Karlsruhe. Oje. Das kann ja nur eine Absage sein, nach dem Test letzte Woche. Aber erstaunlicherweise habe ich auch von Karlsruhe eine Zusage bekommen. Noch eine Uni mehr, der ich absagen muss.
Da die Rückmeldefrist für Tübingen am 15. August abläuft, brauche ich also endlich Gewissheit. Schließlich kann ich ja nicht die Studienplätze in Tübingen und Karlsruhe ablehnen und am Ende noch eine Absage von Mannheim bekommen. Daher werde ich spätestens morgen in Mannheim anrufen und mich nach dem Stand der Dinge erkundigen. So kann’s ja auch nicht gehen: In Mannheim beginnt mein Semester am 3. September, während es überall sonst in Baden-Württemberg erst am 15. Oktober los geht. Und dann ist die Uni Mannheim eben noch diejenige, die Ihre Zu- und Absagen als Letzte verschickt.
Langsam wird es auch ein wenig knapp mit der Wohnungssuche. Alle Wohnungen, die ich im Internet schon entdeckt hatte und ich mir auch gerne angeschaut hätte, sind mittlerweile vergeben. Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass ich den ersten Monat pendeln muss. Na toll. Oder ich bekomme erst gar keine Zusage, das kann natürlich auch sein.
Jetzt zu einem anderen Thema: diesem SAUWETTER! Eigentlich wollte ich mir meine Kommentare dazu verkneifen, aber angesichts des nicht aufhörenden Regens bleibt mir nichts anderes übrig. Bis nächste Woche Sonntag muss sich das Wetter schwer gebessert haben, da feiern wir mit gut 70 Leuten eine Gartenparty. Außerdem wäre so ein bisschen Sonne doch mal eine willkommene Abwechslung, vor allem im Hochsommer.
Aber da das Wetter ja anscheinend nicht besser werden will, habe ich endlich mal Zeit meine ganze Ladung Stoff zu verschaffen, die ich mir im April beim Holländischen Stoffmarkt in Karlsruhe zugelegt habe. Oder ich könnte mal wieder was lesen. Oder was essen…
Erste Zulassung endlich da… 3. August 2007
Posted by Carolin Schmidt in Bücher, Freizeit, Kalligraphie, Kochen, Kultur, Nähen, Sommer, Studium.2 comments
…leider noch nicht von Mannheim. Na ja, immerhin habe ich jetzt die Sicherheit, dass es dieses Jahr doch noch was wird mit dem Studieren, und das ist in erster Linie das Wichtigste. Die Zulassung kam von der Uni Tübingen, von der ich als letztes erwartet hätte, dass sie mich nehmen – immerhin kamen auf einen Studienplatz 20 Bewerbungen! Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass ich in Mannheim genau so viel Glück habe, aber da stehen die Chancen immerhin nur 1:10.
Mein Eignungsfeststellungstest in Karlsruhe war einfach nur grottig: Da gab es Fragen, die ich nicht beantworten konnte, weil a) ich noch nie etwas davon gehört hatte oder b) weil ich mir nicht sicher war und ich bei jedem Mal Nachdenken noch mehr verwechselt habe oder c) weil ich einfach kein Freund von Geographie bin.
Daher musste ich beschämenderweise die Frage mit den Hauptstädten von deutschen Bundesländern auslassen, da ich nur eine oder zwei von den angegebenen sechs wusste und ich nur mit allen sechs richtigen überhaupt einen Punkt bekommen hätte. Warum mir also die Mühe machen und zwei Städte aufschreiben, wenn ich dafür eh keinen Punkt bekomme? Einige andere Fragen gingen um philosophische Grundsätze, von denen ich noch nie etwas gehört habe, da ich weder Philosophie noch Ethik als Schulfach hatte. Da habe ich dann teilweise einfach geraten oder in den hintersten Ecken meines Hirns gekramt und doch die richtige Lösung angekreuzt (multiple choice!). Seit meiner Zusage aus Tübingen ist mir eh egal, ob ich von Karlsruhe eine Zu- oder eine Absage bekomme, da das Studium dort ja nur die Notlösung gewesen wäre. Für den Test hatten wir übrigens drei Stunden Zeit. Manche sahen mich etwas verstört an, als ich meinen Test nach 30 Minuten mehr oder weniger intensiven Durcharbeitens schließlich abgab und mich auf den Weg zu H&M und Karstadt machte.
Im Karstadt habe ich mich erst einmal mit günstigem neuem Stoff eingedeckt: Für meine Silberbesteck-Schatulle – eine Errungenschaft vom letzten Flohmarkt – mit weinrotem Samt, aus denen ich kleine Deckchen bzw. Kissen nähe, die ich zwischen die verschiedenen Lagen Besteck legen kann und mit einem khakigrünen Häkelstoff für einen kurzen Bolero. ¡Olé! Sowieso habe ich in den letzten Tagen wieder sehr viel genäht, aber was soll man bei dem verregneten Wetter sonst auch machen? Ein Hoch auf den Klimawandel.
Der Kalligraph, dem ich vor ein paar Tagen im Stadtmuseum Baden-Baden zugesehen habe, heißt Norman Hothum und beschäftigt sich hauptsächlich mit mittelalterlichen Schriften und Illustrationen, aber auch mit dem Leben im Mittelalter ansich. Die Gespräche mit ihm waren sehr interessant und haben mir wieder Lust gemacht, mich mit Kalligraphie zu beschäftigen, die in letzter Zeit bei mir etwas zu kurz gekommen ist.
Mit dem Jackpotknacken beim anschließenden Bowlen ist es auch diesmal leider nichts geworden
Aber irgendwann schaffen wir es!
Letzte Woche habe ich mir zwei spanische Bücher bestellt, da ich befürchte, dass ich die Sprache mehr und mehr verlernen werde. Die beiden Bücher sind La Celestina von Fernando de Rojas und Al Morir Don Quijote von Andrés Trapiello.
So, und jetzt werde ich leckere Mirabellenmarmelade kochen, mjam.
Und immer noch keine Zulassungen im Briefkasten / Gemischte Gefühle nach dem Interview 29. Juli 2007
Posted by Carolin Schmidt in Freizeit, Kalligraphie, Kochen, Kultur, Studium.3 comments
Ich werd noch wahnsinnig vom Warten. Bisher habe ich weder Zusagen noch Absagen von den drei Unis bekommen.
Mein Bewerbungsgespräch an der Uni Tübingen letzten Mittwoch war übrigens… hmm, wie drück ich’s am besten aus? … gut durchwachsen. Die beiden Sprachtests waren die Krönungen des Tages, ich habe in Spanisch und Englisch jeweils so viele Punkte erreicht, dass ich in den beiden besten Gruppen bin. Aber dann kam das Interview. Zum Glück saß vor dem Zimmer noch eine Abiturientin, die ihr Gespräch schon vorher hatte und nur noch auf eine Freundin wartete, die gerade von der Professorin ausgefragt wurde. Das habe ich natürlich zu nutzen gewusst und habe mir von ihrem Gespräch berichten lassen, damit auch ja nichts schief geht. Mehr oder weniger gut vorbereitet habe ich mich dann in das Interview getraut und bin mit eher gemischten Gefühlen wieder heraus gekommen.
Der Grund: Ich war mir sicher, dass ich nicht zu den 40 glücklichen Bewerbern gehören würde, die genommen werden (160 wurden eingeladen, 800 Bewerbungen sind insgesamt eingegangen). Am Ende des Gesprächs wurde mir außerdem noch versichert, dass die Zusagen bis Ende der Woche bei den Bewerbern eintreffen würden, die Absagen erst später. Jetzt haben wir Sonntag und es ist keine Zusage da. Wenn ich jetzt keine Zusage aus Mannheim bekomme, habe ich keinen Studienplatz, und das mit einem Schnitt von 1,3!!!! Das ist doch wirklich nicht zu fassen.
Aus Karlsruhe kam diese Woche übrigens auch noch eine Einladung zu einem Eignungsfeststellungstest, der am nächsten Mittwoch, den 1. August, stattfinden wird. Dort werden laut Einladung „allgemeine Wissensgebiete“ getestet. Da kann ich ja gleich einpacken. Aber das darf ich mir halt nicht erlauben, sonst wird’s dieses Jahr wirklich nichts mehr mit dem Studieren. Auch wenn mich Europäische Kultur und Ideengeschichte eigentlich nicht groß interessiert; ich muss zumindest von Karlsruhe eine Zulassung bekommen, sonst muss ich zu Plan B (Praktika, Praktika, Praktika…) übergehen, um einigermaßen über das Jahr zu kommen. Aber ich will nach Mannheim, ich will ich will ich will! Nirgens sonst passt der Studiengang so perfekt zu mir: Spanische Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft mit Übersetzen, vergleichenden Kulturraumstudien etc., und das alles dann noch ergänzt mit 25 % BWL. Na ja, wenn’s dieses Jahr nicht klappt, dann versuch ich es eben nächstes Jahr noch mal.
Was mache ich heute? Heute Nachmittag gehe ich in die Stadt, da dort ein bekannter Kalligraph sein Unwesen treiben wird und ich ihm dabei unbedingt über die Schulter schauen möchte. Vielleicht bekomme ich da ein paar Anregungen ein Etikett für den/die/das ********, den/die/das ich gestern Mittag gekocht habe und dessen/deren Name ich hier nicht ausschreiben darf, da sonst eine bestimmte Person schon weiß, was sie heute geschenkt bekommt.
Außerdem gehen wir heute Abend mal wieder bowlen (und Jackpot knacken!) im Bowlingcenter Baden-Baden. Drückt mir bitte die Daumen, damit das nicht auch noch schief geht.
Lang ist’s her… 24. Juli 2007
Posted by Carolin Schmidt in Arbeit, Bücher, Freizeit, Studium, Technik, Zeugs.2 comments
…dass ich den letzen Blog-Eintrag verfasst habe. Aber jetzt, wo ich mit meinem Praktikum bei der IT + Media Group GmbH in Baden-Baden fertig bin, habe ich wieder etwas Zeit.
Was gibt’s zu erzählen? Wie gesagt, ich habe mein Praktikum beendet. Dort habe ich mich vor allem um das interne Rechnungswesen gekümmert und sehr viel gelernt, was mir beim Studium behilflich sein wird. Außerdem habe ich mich bei den obligatorischen Kicker-Matches um 12:30 und 17:30 jedes Tages wacker geschlagen und trage seither den Titel „Sieger“.
Meine Bronchitis, die ich seit dem Abischerz – also schon seit 5 Wochen! – habe, ist leider inzwischen so schlimm geworden, dass sich seit gestern ein Antibiotikum nehmen muss, und da ich auch noch ständig einen Druck auf dem linken Ohr habe, wurde ich gleich noch zum HNO-Arzt geschickt. Jetzt stehe ich tagtäglich unter dem Einfluss von nicht weniger als 13 Medikamenten. Na wenn das nicht weiterhilft, weiß ich auch nicht!
Vorletzte Woche habe ich in einer Nacht-und Nebelaktion drei Unibewerbungen geschrieben, eine Einladung für ein Bewerbungsgespräch habe ich schon. Deshalb fahre ich morgen früh nach Tübingen, um ab 9 Uhr zwei 45-minütige Einstufungstests in Spanisch und Englisch zu machen und mich anschließend einem Interview zu unterziehen. Ich darf denen da bloß nicht sagen, dass ich neuerdings eigentlich in Mannheim Kultur und Wirtschaft mit Spanisch studieren möchte.
Hoffen wir mal, dass ich aus Mannheim auch noch eine Zusage bekomme, sonst schlage ich hier alles kurz und klein. Außerdem ist es schon mal deshalb wichtig, weil die Zusage erst bis Mitte August kommt und das Semester dort schon am 3. September los geht, und wer soll sich in 2 Wochen schon einschreiben und eine Wohnung finden?? Heute Abend werde ich mich aber erstmal hinsetzen, um mich auf das Gespräch und die Tests in Tübingen vorzubereiten, d.h. ich werde spanisch Fernsehen und die neueste ECOS-Ausgabe lesen. Wenn ich von Mannheim keine Zusage bekomme (15 Plätze für Spanisch!), will ich unbedingt nach Tübingen.
Seit einer Woche bin ich übrigens auch Stipendiatin bei e-fellows.net. Ich muss sagen, die Vorteile, die man dort hat, sind schon toll: Ich bekomme für mindestens 2 Semester DSL 1000 für 5,43 € im Monat und ständig neue Praktikums- und Jobangebote. Leider dauern die meisten Praktika etwas um die 5 Monate, daher werde ich eben diese während des Studiums nicht wahrnehmen können.
Meine ganzen Bücher, die ich zum Abi bekommen habe, habe ich in den letzen 2, 3 Wochen auch schon gelesen. Dazu gehören:
- Sabine Weigand – Das Perlenmedaillon: Leider mit traurigem Ausgang
- Sabine Ebert – Das Geheimnis der Hebamme: weltbestes historisches Buch überhaupt!! GEBT MIR DEN NACHFOLGERBAND!!
- Ines Thorn – Die Wunderheilerin
- Iny Lorentz – Die Wanderhure
- Iny Lorentz – Die Kastellanin: lese ich derzeit
Mein Wunschzettel und meine Buchliste bei Amazon.de sind in den letzten Tagen auch noch gewachsen, man kann ja nie wissen, wie lange einem die Zeit vorkommen kann, bis man eine Zulassung von der Uni bekommt.
Ein weiteres „Highlight“ der letzten Tage: Mein PC ist kaputt gegangen. Als ich die Abizeitung noch gemacht habe, musste ich ja schon das Netzteil austauschen. Diesmal war der CPU kaputt. Ich habe dann kurzen Prozess gemacht und mir einen neuen gekauft, wahrscheinlich wäre sonst in zwei Wochen noch der Arbeitsspeicher kaputt gewesen… Jetzt bin ich stolze Besitzerin eines Fujitsu Siemens Scaleo I, den es bis Freitag im Media Markt gab, und etwas weniger stolze Besitzerin von Windows Vista. Na ja, ich werde mich hoffentlich irgendwann noch damit anfreunden. Im Oktober kaufe ich mir dann übrigens noch ein MacBook.
Ich denke nicht, dass ich irgendetwas Spektakuläres der letzten Tage (und leider auch schon Wochen) vergessen habe, also beende ich das Ganze hier mal.
Hey ho, let’s go! oder: London-Planung fertig / Abifeier / En avant! 24. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Abitur, Bücher, Fernweh, Freizeit, Jane Austen, Kultur, London, Nähen, Schule, Studium.8 comments
Auf geht’s nach London. Nachdem ich endlich begriffen hatte, dass die Schule jetzt vorbei ist und ich mein Abi wirklich in der Tasche habe, habe ich mich heute ein paar Stunden hingesetzt und den – zugegebenermaßen sehr straffen – Tagesplan für unseren Kurztrip nach London organisiert.
Wir landen voraussichtlich (ich sage das extra, denn wir fliegen schließlich mit RyanAir
) um 10:25 in London Stansted und fahren anschließend mit dem Stansted Express in die Londoner City, wo wir hoffentlich dann unseren Tagesplan durchziehen können. Um 22:55 fährt leider schon der letzte Express zurück zum Flughafen, sodass wir dann ab halb 12 nichts Richtiges mehr zu tun haben, aber uns wird sicher was einfallen.
Eigentlich hatte ich ja vor, mir Clotted Cream aus England mitzubringen, da ich das hier in Baden-Baden nirgends finden kann. Allerdings müsste ich das schon gegen 18 Uhr kaufen, da danach die meisten Geschäfte in London schon zu machen; aber die 12 Stunden, bis ich wieder daheim bin, wird die Sahne wahrscheinlich nicht überstehen. Schweren Herzens muss ich dieses Vorhaben also wieder vergessen. Na ja, dann muss ich mir die Clotted Cream wohl doch bei eBay kaufen.
Jetzt trotzdem wieder zurück zum Abi: Wider meine Erwartungen habe ich den Apollinaire-Preis für die Fremdsprache Französisch bekommen (das habe ich durch Zufall am gleichen Morgen durch die Zeitung erfahren, in der Schule hat es keiner geschafft mir zu sagen). Deshalb werde ich am kommenden Donnerstagabend an einer Preisverleihung in Karlsruhe teilnehmen, wo französische Literatur vorgelesen wird. Der Preis enthält außer der Einladung noch 4 Bände französischer Gedichte – und die deutsche Übersetzung werde ich natürlich keines Blickes würdigen!
Übrigens habe ich mich bei meiner letzten Bücherliste vertan. Statt Iny Lorentz’ „Die Goldhändlerin“ habe ich „Die Kastellanin“ bestellt und außerdem noch „Die Tochter der Hexe“ von Astrid Fritz. Der Rest der Liste war allerdings richtig. Von meinem Freund habe ich zum Abi außerdem Ken Follets 1151-Seiten-Schmöker „Die Säulen der Erde“ geschenkt bekommen. Jetzt ist mein Bücherregal schon fast wieder voll – die französischen Gedichtbände nehmen schließlich auch einiges an Platz in Anspruch. Daher schenkt mir mein Bruder zum Abi ein weiteres Bücherregal.
Jetzt noch einmal kurz was zur Abifeier: In der Nacht zuvor habe ich ja mein Abikleid nähen wollen. Als ich dann fertig war, bin ich fast aus allen Wolken gefallen. ES WAR 10 CM ZU ENG!! Das konnte aber doch gar nicht sein, ich habe es extra eine Nummer größer genäht! Deshalb bin ich am Freitag Morgen (abends war die Feier) in die Stadt gehechtet, um mir ein Kleid zu kaufen, das beige-/creme-farbig ist, denn ich hatte ja auch schon passende Schuhe und Schmuck. Schließlich habe ich dann ein sehr hübsches – reduziertes! – Kleid von Benetton gekauft, für das ich abends dann auch noch mehrfach gelobt worden bin.
Die passende Tasche und Ohrringe habe ich natürlich auch gleich noch gekauft.
Heute habe ich mich ein bisschen mit den integrierten binationalen Studiengängen an der Uni Tübingen auseinander gesetzt und beschlossen, nach meinem Bachelor-Studium (International Business Administration) ein solches binationales Masterstudium in Straßburg in Angriff zu nehmen. Meine beiden Wirtschaftssprachen werden eh Englisch und Spanisch sein, also kann ich nach dem 7., oder besser gesagt wohl 8. Semester (Auslandssemester in Spanien nach der Zwischenprüfung nicht vergessen!) ja auch gleich noch nach Frankreich gehen. Wenn ich mit dem Studium fertig bin, habe ich sowohl einen deutschen als auch einen französischen anerkannten Abschluss. Das is definitiv das Richtige für mich (ich sag nur Apollinaire-Preis
).
Da ich jetzt aber 3 Monate im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal arbeitslos bin, habe ich jetzt genug Zeit, meine 16 (oder waren’s 17?) Bücher zu verschlingen, die noch ungelesen in meinem Regal stehen. Am besten fange ich gleich mal damit an.
HALLELUJA! Es ist vollbracht. 15. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Abitur, Freizeit, Schule, Technik.2 comments
Ich kann es selbst kaum glauben, aber die Abizeitung wird gerade an meinem PC konvertiert und dann ist sie tatsächlich druckfertig. Nicht, dass jetzt jemand denkt, das alles wäre problemlos vor sich gegangen, nein, das nicht. Ganz im Gegenteil. Gestern Abend, als ich eigentlich schon die endgültige Fassung der Zeitung konvertierte, stürzte mal wieder mein Rechner ab. Viel schlimmer war aber, dass er sich danach nicht mehr anmachen ließ! Nach einer halben Panikattacke und einem Anruf bei meinem Bruder konnte ich mir sicher sein, dass nur das Netzteil kaputt war. Wo aber abends um halb 12 ein Netzteil herholen? Ganz einfach: aus Daddys PC rausschrauben. Gesagt, getan. Tatsächlich funktionierte mein Rechner dann auch wieder. Da nach dieser Aktion aber auch schon Mitternacht rum war, konvertierte ich die Datei schnell noch mal und schickte sie meinem Vater als Email in die Druckerei.
Aber damit nicht genug. Heute morgen wurde ich um halb 8 unsanft aus meinem Schlaf gerissen. „Deine Seiten haben ja gar keinen Anschnitt!“ musste ich mir von meinem Vater vorwerfen lassen. Schade. Ich dachte, es würde reichen, wenn ich einfach alle Bilder ein Stückchen über den Rand der Seite hinausziehe. Nachdem ich bei einer kleinen Recherche im Internet dann aber rausgefunden hatte, dass mein Desktop-Publishing-Programm Scribus gar keine Anschnitte machen kann, wurde ich nervös. Schließlich wollten wir die Zeitung ja schon vor 2 Tagen drucken und brauchen sie nächsten Mittwoch! Kurzerhand beschloss mein Vater, mir mit zwei Schachteln Adobe Acrobat einen Besuch abzustatten. Nach der Installation stellte sich jedoch raus (wer hätt’s gedacht), dass wir den Seiten auch damit keinen Anschnitt verpassen können. Zwei Stunden saßen wir ratlos vor meinem Rechner, das war unglaublich nervenaufreibend.
Aber auch das war noch nicht alles! Als wir uns schließich darauf geeinigt hatten, einfach die DIN A4-Seite auf jeder Seite um 2 mm zu vergrößern, stellten wir das erste PDF (die ersten 3 Seiten) der Abizeitung her. Der Pseudo-Anschnitt war dann da, aber… wo war die Schrift? Die musste beim Konvertieren wohl verlorengegangen sein. Mittlerweile wissen wir, woran es lag. Als wir später dann auch endlich das richtige Format und die Eigenschaft „Schriften nicht an Adobe PDF schicken“ ausgewählt hatten (die Schriften wurden also eigentlich nicht mitgeschickt, im PDF waren sie dann aber doch drin), hatten wir fast alles erledigt. Mein Vater ging zurück in die Druckerei und ich versuche seither, auch den Rest der Zeitung zu konvertieren.
Aaaaber: Dann erreichte mich wieder ein Anruf. Ich hatte aus Versehen bei den Schüler-Fotos in den Steckbriefen nur eine Auflösung von 72 dpi ausgewählt, weshalb die Bilder dann in der Zeitung ziemlich „matschig“ ausgesehen hätten. Dummerweise aber hatte ich auch die Originalfotos nicht mehr, und so ließ ich sie mir in 40 nicht vergehen wollenden Minuten über ICQ schicken. Nach der Bearbeitung war dann zum Glück wieder alles in Ordnung.
Und sieh an, bisher klappt auch alles. Ich blogge hier natürlich von meinem Laptop aus, ich muss meinen PC einfach nur vor sich hinarbeiten lassen, sonst passiert wahrscheinlich das nächste Unglück (4 Abstürze in ein paar Tagen sind einfach genug). Damit auch ja nichts mehr schief geht, habe ich bisher nur die ersten 47 Seiten von 188 konvertiert und fertige die restlichen 3 Dateien im Anschluss an. Ich bin vorsichtig geworden.
Naja. Falls ich das alles vor dem Mittagessen noch fertig bringen sollte, können wir vielleicht doch schon heute anfangen zu drucken. Ansonsten müssten wir wahrscheinlich bis Montag warten und dann hoffen, dass bis Dienstagabend oder Mittwochmorgen alles fertig ist.
Apropos fertig. Natürlich bin jetzt in allererster Linie mal ich fix und fertig und die Abizeitung befindet sich ja auch gerade in ihrer Vollendung, aber was ist mit meiner Präsentationsprüfung? Die habe ich gestern Nachmittag mal angefangen. Zum Glück hatte ich das gleiche Thema schon mal als Referat. Jedenfalls hat die Präsentation heute und morgen Vorrang – wobei morgen früh Flohmarkt in Baden-Baden ist, den ich auf gar keinen Fall noch mal verpassen möchte.
Gut, soweit bis hierher. Falls ich bis heute Abend nicht noch mal blogge, ist wahrscheinlich wieder etwas schief gelaufen.
Zum Abreagieren mal wieder ein kleiner Beitrag 13. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Abitur, Auto, Freizeit, Jane Austen, Schule, Technik.2 comments
Nachdem ich gerade eine Seite für den Blog geschrieben hatte, ist unglücklicherweise mal wieder mein PC abgestürzt.
Versuch Nr. 2: Also, fangen wir noch mal von vorne an, ohne uns anmerken zu lassen, dass wir eigentlich auf 180 sind und am liebsten aus dem Fenster springen würden.
Gerade habe ich versucht, unsere Abizeitung als PDF zu exportieren. Leider ist mir das wegen besagtem Absturz nicht gelungen. Aber mittlerweile bin ich es ja gewöhnt, war nicht das erste Mal in den letzten Tagen. Aber exportieren + bloggen + ICQ laufen lassen geht einfach nicht gleichzeitig.
Also. In meinem ersten Versuch stand geschrieben, dass die Abizeitung endlich einigermaßen fertig ist und ich nur noch morgen Mittag in der Schule die letzten Kommentare meiner Korrektur lesenden Lehrer einholen muss. Mittlerweile muss ich sagen, dass die Abizeitung jetzt nicht mehr fertig ist, ja, dass ich das ganze scheiß PDF noch mal von vorne machen muss. Da wir mit der Zeitung sowieso schon so spät dran sind (die letzten Kursberichte kamen erst vor einer Woche, und auch die gesamte Zusammenstellung der Zeitung hat mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich dachte), werden mein Vater und ich am Wochenende Nachtschichten einlegen müssen, damit die Zeitung rechtzeitig bis Mittwoch fertig ist. Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als das PDF zu erstellen und hochzuladen, um der Zeitung dann morgen den letzten Schliff zu verpassen.
Ansonsten gibt es nicht viel Interessantes von der Woche, ich saß ja schließlich nur Tag und Nacht am PC. Aber auch damit muss man als Layouter leider klar kommen (warum hat mir das keiner vorher gesagt??). Vielleicht finde ich ja morgen Mittag nach der Besprechung mit meinen Lehrern Zeit für die Vorbereitung meiner Präsentationsprüfung zum Thema „Sozialgesetzgebung und Sozialistengesetze unter Bismarck“, die am Montag stattfinden wird. Wäre zumindest wünschenswert. Und unter 11 Punkten geht dann übrigens gar nix. Ich konnte mich mit Geschichte zwar nie anfreunden, aber ich bilde mir ein, dass ich damit besser dran bin als mit Reli oder Erdkunde. Für mich mit meinem fehlenden Orientierungssinn ist letzteres sowieso komplett auszuschließen.
Zwischen den Büchern, die ich mir gestern Vormittag in der Bibliothek für meine Prüfung ausgeliehen habe, befinden sich übrigens noch zwei DVDs: „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ und „Sinn und Sinnlichkeit„. Letzteres habe ich gestern Abend vor dem Einschlafen (und zur Beruhigung -> Abizeitung…) gesehen und er hat mir wirklich gut gefallen. Da ich aber nach einer Weile mit den Namen ganz durcheinander gekommen bin, werde ich ihn mir heute Abend vielleicht noch mal anschauen.
Übrigens war ich heute vier Stunden beim Frauenpannenkurs von ATU (Caro goes Mechanikerin). Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass Pannen mir zukünftig nichts mehr anhaben können; ich bin jedenfalls vorbereitet. Und mit dem 10 €-Gutschein, den ich heute dann noch bekommen habe, werde ich mir erst einmal ein gescheites Radkreuz zulegen. Wenn ich schon Reifen wechsle, dann mit Stil!
Hardcore-Shopping in Freiburg! 7. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Fernweh, Freiburg, Freizeit, Kultur, Nähen, Zeugs.comments closed
Gestern morgen um 7:27 setzte ich mich in den Zug nach Freiburg. Nach gut 1,5 Stunden kam ich an und wurde am Bahnhof schon von meiner Tante (’ne andere Tante, nicht die von Basel!) empfangen. Von da aus machten wir uns gleich
auf den Weg in die Stadt, wo wir uns erstmal in ein nettes Café am Augustinerplatz setzten, da die Geschäfte alle erst um zehn öffneten.
Nach einem halben Liter Kaffee und einem Croissant zeigte meine Tante mir schnell das Museum für Ur- und Frühgeschichte, und wir statteten gleich mal dem ersten Stoffladen einen Besuch ab. Meine Tante hat mich den ganzen Tag über nur eingeladen, weshalb ich mich nach dem Mündlichen erstmal hinhocken und nähen muss.
In diesem Geschäft kaufte ich mir Stoff und den dazugehörigen Schnitt für ein Wickeltop. Auch meine Tante “kleidete” sich für die Verabschiedung des Schulleiters an ihrer Schule, der Klinikschule Freiburg, ein.
Als nächstes spazierten wir kurz über den Münstermarkt. Ich glaube auf keinem Markt hier in der Nähe jemals so viele Tee-Stände gesehen zu haben. Dort kaufte ich mir übrigens einen “Frauentraum” mit Orangenaroma (gleich mal ausprobieren!). Da das Münster wegen der Messe leider nicht zur Besichtigung offen stand, schlenderten wir noch kurz durchs Städele (dort wurde mir das Alte Kaufhaus gezeigt) und besuchten eine Freundin meiner Tante in ihrem Asia-Laden, wo wir unsere schon ziemlich schweren Tüten zwischenlagerten.
Danach ging’s gleich zum nächsten Stoffladen – und 2 weitere sollten noch folgen. Den Schnitt, den ich mir kaufen wollte, sah ich schon aus weiter Entfernung: Ein kurzer Bolero zum Binden. Und der passende Stoff in weiß war auch schon dabei! Also schenkte meine Tante mir das alles auch noch (zum Abi und zum Geburtstag, zu Weihnachten und Ostern… ich hatte zu meiner Tante vorher kaum Kontakt). Anschließend, es war schon gegen zwölf, besuchten wir für eine Weile die Uni, in der ich bis
vor kurzem noch studieren wollte. Hätte nicht gedacht, dass die Hörsäle da so klein sind – da waren teilweise nur zwei Sitzreihen drin! Danach setzten wir uns dann gegenüber in ein Restaurant und aßen Linguine mit Spinat und gerösteten Pinienkernen *mjam!
Nachdem jeder von uns noch einen Espresso getrunken hatte, ging’s auch schon weiter zum nächsten Stoffgeschäft. Auf dem Weg dahin kamen wir noch in eine Buchhandlung, wo ich abends das Geburtstagstagsgeschenk für meine Mutter kaufte und einen kleinen Ratgeber zum Zeitmanagement fand, den ich mir eventuell noch kaufen werde.
Als wir schließlich in besagtem Stoffgeschäft ankamen, half ich meiner Tante beim Auswählen der Stoffe und Schnitte für ein neues Outfit. Nach einer knappen Stunde und gut bepackt (und ich hab’ mir nicht mal was gekauft!) brachten wir unsere Tüten ins Geschäft der Freundin meiner Tante. Dort bekam ich übrigens noch ein Päckchen unglaublich lecker riechender Räucherstäbchen und einen Stäbchenhalter (heißt das so?).
Anschließend bummelten wir noch ein wenig in der Stadt und besichtigten endlich das Münster. Das einzige Foto, das ich dort aufgenommen habe, war leider etwas verschwommen. Naja. In den vierten Stoffladen gingen wir dann nicht mehr, denn es war halb vier und langsam wollten wir uns auch auf den Rückweg nach Baden-Baden machen. Ach ja: Gegenüber vom Münster gibt es einen Benetton, wo meine Tante mir einen schönen Gürtel spendierte. ![]()
Auf dem Rückweg zum Asia-Laden kamen wir dann nochmals an der Buchhandlung vorbei, in der ich einen ziemlich dicken Frankreich-Schmöker für meine Mutter kaufte. Bei diversen Chocolatiers deckten wir uns noch gut mit den leckersten Sorten Schokolade ein, die ich je gesehen habe (Chili-Mandeln, Schokolade mit rotem Pfeffer, Schokolade mit Banane-Curry-Füllung…).
Nach diesem erfolgreichen Tag – vor allem für mich- fuhren wir zur Wohnung meiner Tante, um uns kurz etwas auszuruhen und mit ihrem Auto dann zum Ikea zu fahren. Auch dort wurde ich Zeuge ihrer unglaublichen Großzügigkeit, denn sie schenkte mir sogar mein neues Bücherbord und hübschen Deko-Schnickschnack. Auch eine große Packung Havreflarn-Kekse war drin! ![]()
Habe ich irgendwas vergessen? Ich glaube nicht. Auf jeden Fall war es wieder ein erlebnisreicher Tag, an dem sehr viel für mich heraus sprang. Auch wenn meine Tante das hier niemals lesen wird: Danke! ![]()
Ein Tag in Basel 2. Juni 2007
Posted by Carolin Schmidt in Basel, Bücher, Fernweh, Freizeit, Kalligraphie, Kultur, Zeugs.2 comments
>> Fotos zum Ausflug gibt’s hier <<
Gestern morgen um 9:13 ging meine bisher erste Reise nach Basel los. Nach 80 Minuten kamen wir am Badischen Bahnhof an und fuhren gleich ins Beyeler-Museum. Nebenan im Park befand sich ein Café, in dem wir mit einem Kaffee und einem Croissant in den Tag starteten. Im Museum schauten wir uns die Ausstellung „Edvard Munch – Zeichen der Moderne“ an (also doch kein Bauernmuseum). Eigentlich kann ich mich ja nicht für die Moderne begeistern, aber zum Glück wurden auch einige impressionistische Werke ausgestellt. Damit konnte ich dann was anfangen.
Gegen 13:30 Uhr, nachdem wir uns noch im museumseigenen Shop eingedeckt hatten, machten meine Tante und ich uns dann auf den Weg ins Basler Zentrum. Dort spazierten wir noch eine Weile vor uns hin und fuhren anschließend mit dem Tram in Richtung Münster, um zur Papiermühle zu kommen. Im Restaurant, das sich gleich neben dem Museum befindet, aßen wir noch etwas Kleines zu Mittag (es war schon 15:00). Das ganze Viertel ist übrigens ein echt hübscher kleiner Fleck.
Gleich nachdem wir das Museum betraten, kamen wir in den Shop. WOW! Ich habe noch nie so viele schöne Kalligraphie-Sachen gesehen! Natürlich habe ich nach dem Besuch nicht die Finger davon lassen können und habe gleich mal für 72 CHF einiges gekauft (das Geschenk von meiner Tante fürs Abi), nämlich:
- ein kleines Notizbuch
- ein ebenso kleines wie schönes Adressbuch
- eine Schreibfeder, also noch ein richtiger Gänsekiel
- eine dunkelrote Stange Siegellack
- eine parfümierte Frühlingstinte in grün
- einen unglaublich schönen Füllfederhalter
- eine Doppelstrichfeder
- zwei Rollen handgeschöpftes Papier, eins mit Tannennadeln oder Rosmarin und eins mit Grashalmen.
Im Museum selbst gab es einiges zu sehen: Es ging los im Keller, wo man einem Papiermacher beim Schöpfen zusehen konnte. Von ihm erfuhr ich auch einiges über die Grammatur eines solchen Bogens, über die Richtung des Faserlaufs etc. Im Gegenzug erzählten wir ihm auch einiges über unsere Druckerei, sodass aus der kleinen Vorführung ein etwas längeres Gespräch wurde.
Da die Papiermühle nur bis 17:00 offen hat und es nach dem Gespräch schon 16:20 war, verabschiedeten und bedankten wir uns und stiegen die Treppen rauf in ein Zimmer, in dem ich mich besonders wohlfühlte: Im Schreibraum. Dort konnte man wiederum eine Frau beim Schreiben, Gestalten, Siegeln und Verzieren bewundern. Und wieder war ich überwältigt von der Vielfalt an Kalligraphie-Utensilien, die sich bei ihr auf dem Tisch befanden. Diese Frau spielte eine nicht unerhebliche Rolle bei meinem Kauf nach dem Besuch, da sie mich dazu ermutigte, nur viel zu kaufen. Danke!
Im gleichen Stockwerk konnten wir einem Mann zuschauen, wie er Lettern für die Druckmaschinen goss. Solche Lettern habe ich mir früher immer aus der Druckerei stibitzt.
Aber heutzutage braucht die ja auch keiner mehr. Danach zeigte mir meine Tante eine Maschine, die mir irgendwie bekannt vorkam. Mit meiner Vermutung, dass wir so eine auch in der Druckerei haben, lag ich dann richtig, denn es war eine Linotype. Soweit ich weiß, sieht unsere allerdings etwas anders aus.
Im nächsten Stock durfte ich dann zum ersten Mal selber drucken, nachdem ich meinen Namen mit Lettern gelegt hatte.
Anschließend ging’s noch eine Etage hoch in die Buchbinderei. Da es allerdings schon kurz vor 5 war, schauten wir uns dort nur kurz die Maschinen an und machten uns dann auf den Weg ins Erdgeschoss, wo Federn, Tinten und Papier auf mich warteten.
Wir verließen also das Museum um Punkt 17 Uhr und liefen wieder Richtung Innenstadt (H&M olé). Da wir keine Lust hatten, den Rhein mittels Brücke zu überqueren, machten wir es uns in einer kleinen Fähre bequem, die uns in kürzester Zeit ans andere Rheinufer brachte. Dort spazierten wir ein wenig am Fluss entlang und stiegen die Treppen zum Münster hoch, dem wir noch einen kleinen Besuch abstatten wollten. Leider war es schon seit 17:00 geschlossen. Also nahmen wir kurzerhand die nächste Fähre zurück auf die andere Seite.
Am Marktplatz suchten wir dann vergebens nach einem kleinen Bistro. Nachdem wir gut 20 Minuten gesucht hatten, sprachen wir eine Passantin an, die uns ein kleines Restaurant am Ufer des Rheins empfahl. Und es war in der Tat ein nettes kleines Restaurant. Wir tranken also den zweiten Kaffee dieses Tages und ruhten uns vom bisher schon recht anstrengenden Ausflug aus.
Gegen 19:30 holten wir uns an der gegenüberliegenden Haltestelle zwei Tickets und machten uns auf den Weg zum Bahnhof, wo unser Zug um 20:22 abfahren sollte. Dummerweise sind wir dann jedoch in den falschen Zug eingestiegen
(irgendwann musste ja mal was Unvorhergesehenes passieren). Das merkten wir jedoch erst, als der Zug erst 20 Minuten nach unserer eigentlichen Abfahrtszeit losfuhr. Eigentlich sollten wir mit einem ICE innerhalb einer Stunde nach Offenburg fahren, dort umsteigen und um 22 Uhr ungrad in Baden-Baden ankommen. Stattdessen fuhren wir mit einem Regionalexpress (laaangsaaam!) nach Freiburg, wo dann Ende Gelende war. Am Schalter sagte man uns, dass wir mit dem nächsten RE um 22:25 bis nach Offenburg fahren, und dort in den Zug nach Baden-Baden umsteigen könnten, ohne etwas draufzahlen zu müssen. Da es aber erst 21:45 war und – zumindest mir – verdammt kalt war, genehmigten wir uns in der Bahnhofshalle den dritten Kaffee des Tages, natürlich wieder mit einem Croissant. Ansonsten lief jedoch alles glatt.
Nach diesem anstrengenden Tag und den wenigen Strapazen kamen wir dann um 23:48 daheim an (ans Agostea war dann natürlich nicht mehr zu denken). Gegen Ende der Fahrt konnten wir sogar wieder über unser Missgeschick lachen. Übrigens tun das jetzt auch mein Bruder und seine Freunde, die ich (wie konnte ich nur!) aus dem Zug anrief, um mir Rat einzuholen. Nächstes Mal denke ich zuerst nach und rufe dann nicht an.
Zu Hause konnte ich dann dank des Koffeinschubs nicht schlafen. Deshalb las ich noch einige Seiten in Umberto Ecos „Der Name der Rose“, von dem ich im Zug schon erstaunlich viel gelesen hatte. Ich sollte mich öfters in den falschen Zug setzen. Reisen bildet!



